Montag, 9. April 2012


Ich glaube, ich habe Hunger. Ich bin mir nicht sicher....Ich fühle nichts. 
Einfach nichts. 
Man soll essen, wenn man Hunger hat. Aufhören, wenn man satt ist.
Ich habe keinen Hunger, zumindest spüre ich ihn nicht. Also esse ich nicht.
Stattdessen trinke ich  literweise Cola light, Kaffee, Tee.

Mittwoch, 4. April 2012

Wenn ich an ihn denke, macht es mich krank. Bin ich so abstoßend? Ich hasse mich einfach nur. Ich hasse mich. Wie konnte ich glauben, dass man mich liebt. 
Auch wenn es eine Person wäre.
Es gibt an mir nichts zu lieben. Nichts. Gleite mit meinen Fingern über meine Narben, meine Rippen, über meine Hüftknochen, kneife mir in die Oberschenkel.
 Fett. Hässlich. Wertlos. Ich muss raus. Ich laufe und laufe. Fange an zu rennen. Als würde mich jemand verfolgen. Die Vergangenheit. Als könnte ich vor ihr wegrennen, ihr entfliehen. Mir kommen die Tränen, es hört nicht auf. Ich renne weiter und weiter.  
Will das Ganze vergessen. Dieser verdammte Schmerz, die Enttäuschungen, der Verlust.
Die Geschehnisse der letzten Tage. Mein Freund hat mich betrogen. 
Ich kann meinen Freunden nicht vertrauen.
Sie haben meinen Blog gelesen. Weil sie sich Sorgen machen. Weil ich ihnen nichts erzähle. Ich kann es einfach nicht. Ich möchte, dass alleine schaffen. 
Sie sagt, ich wäre krank? Vielleicht. Aber ich bin zu FETT um Hilfe zu beanspruchen.Was bringt es denn, wenn ihr es wisst? Ändert sich meine Situation? Nein, ihr seht nur wie kaputt, wie abgefuckt ich bin. Wenn ihr jetzt denkt, Cassie wenigstens wissen wir jetzt wie du denkst und was in dir vorgeht. Da muss ich euch leider enttäuschen.Hier steht nicht mal 1/6 drin.
Hier stehen nur einzelne Momente, die einigermaßen ertragbar sind, um sie überhaupt teilen zu können.
Ich bitte euch einfach den Blog nicht zu lesen. Er ist ein Teil von mir geworden und ich brauche ihn als Ventil.
Wahrscheinlich werde ich den Link ändern.


                                   Ich werde langsamer, mein Atem wird flacher. Ich bleibe stehen.

Sonntag, 1. April 2012

Wir haben uns heute ausgesprochen.
Am Anfang haben wir uns nur angestarrt. Keine Worte, kein Lächeln, nur der Schmerz in seinen Augen.
Er fängt an zu reden, wie mir gehe, dass es ihm leid tue, dass er es nie wieder tun würde.
Er bittet um eine 2. Chance. Ich sage ihm, dass er sie kriege nur wenn 100% ehrlich zu mir ist.

Me: Wieso liebst du mich. Ich verstehe es nicht.
Er :   Das kann ich dir nicht sagen, wenn ich dich sehe, löst es ein Gefühl bei mir aus.
Me:  Dieses Gefühl kann auch Freundschaft bedeuten.
Er :   Es ist intensiver.
Me:  Wieso hast du das getan? Wieso mich betrügen?
Er :   Ich weiß es nicht. Ich bereue es nur. Ich würde es nie wieder machen. Du weißt, dass ich dich nie            
        verletzen könnte.
Me:  Marie hat mir gesagt, dass du mit ihr geschlafen hast. stimmt das?
Er  :   Naja, nein. Nein, das würde ich nicht tun.
Me:   Dann sieh mir verdammt nochmal in die Augen und sag es mir.
Er  :   Ja, aber es hat nichts bedeutet.

Es tut so weh, meine beine fühlen sich so schwer, ich fühl mich wie betäubt.
er hat mit einer anderen geschlafen.  Ich will nichts mehr spüren nie wieder. Ich will nicht leben. Nein.
Ich will einfach nicht da sein. Nicht existieren.

Ich will es diesmal unbedingt. nur noch 2 Monaten.

Samstag, 31. März 2012

Über 30 Anrufe unterdrückt. Handy ausgeschaltet. 97 Anrufe in Abwesenheit.


Er ist mein bester Freund. Ich weiß alles über ihn. Er war immer treu. Aber mich hat er betrogen?
Bin ich ihm so wenig wert? Ja, ich weiß, dass hässlich, fett und wertlos bin. Er hat es mir bewiesen.
Doch ich bin nicht wütend. Ich bin nicht enttäuscht. Ich bin nicht traurig. Ich fühle nichts.

Außer diesen Schmerz. Es tut so weh. Nicht weil er mich betrogen hat. Ich habe es schon geahnt.
Er ist mein bester Freund. Ich weiß alles über ihn. Er war immer treu. Aber mich hat er betrogen?
Bin ich ihm so wenig wert? Ja, ich wusste, dass hässlich, fett und wertlos bin. Aber er. Er hat es mich spüren lassen.

Mein Handy vibriert. Die 21. SMS.

Cassie, bitte melde dich. Diese Ungewissheit macht mich verrückt.
Bitte, ich möchte deine Stimme hören. Dass du mich anschreist und mich fertig machst.
Aber du sollst wissen, dass ich dich liebe. Dein Lachen, deine Stimme, einfach alles an dir.
Ich will dich nicht verlieren....

Freitag, 30. März 2012

Sie ruft mich an. Sagt mir, dass er mich betrügt. Sie lügt, ich weiß es.
Mir fällt das Atmen schwer, mir wird ganz kalt, mir kommen die Tränen.
Ich bin auf dem Weg zum Cafe. Wir wollen uns treffen. Meine Beine fühlen sich schwer an
meine Stimme ist weg, mein ganzer Körper ist am Zittern.
Und dort. Dort steht er. Seine strahlenden Augen, dieses weiche Lächeln....
Ich bleib vor ihm stehen. Ich bewege mich nicht und schau ihn an. Er mit einem charmantem Lächeln:
Magst du mich nicht umarmen?
Legt seine Hände um meine Taille. Seine Nähe, diese Wärme. Soll ich ihn darauf ansprechen?
Vielleicht hat sie ja etwas falsch verstanden. Wir wollen rein gehen. Plötzlich spucke ich diese Wörter aus: Ich weiß von ihr. Jemand hat dich mit X gesehen... Wie du sie geküsst hast...
Er sieht mich erstarrt an, stammelt ein " Es tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzen" vor sich hin.
Wie konnte er das tun? Mit meiner Freundin? Ich bin seit 3 Jahren ihn verliebt. Fast seit 3 Monaten mit ihm zusammen. Und er betrügt mich schon? Liebeskummer hat mir gerade noch gefehlt.

Ich gebe ihm ein Kuss auf die Wange, ich fange an zu weinen und sage ihm, dass
ich ihn liebe. Ja, Darin ich liebe dich.



Montag, 26. März 2012

3 Tage nicht gegessen. 3 Tage nicht geschlafen. 3 Tage nicht gefühlt.
Es ist so schrecklich. Ich habe das Gefühl nichts kontrollieren zu können. 
Das Einzige kontrollierbare ist mein Körper. Das Gefühl machtlos zu sein. Sehen wie die Menschen, die du liebst, nicht mehr sie selbst sind....
Die Zahl der Waage..... Der Selbsthass... machen mich verrückt. Mich macht verrückt zu sehen, wie
es meiner Freundin schlechter geht und nichts dagegen tun zu können.

Sag deiner Freundin, dass alles gut wird....
Obwohl du weißt, dass es nicht stimmt. Du sagst ihr, dass sie es schaffen wird. Obwohl es zu spät ist. Du sagst ihr, dass du für sie da bist. Obwohl du sie im Stich gelassen hast.



Sie sollen enden. Die Schmerzen. Sie soll vergessen werden. Die Vergangenheit. Sie soll aufhören. Die Trauer.

Samstag, 24. März 2012

Gestern: Eigentlich wollte ich mich mit Freunden treffen. Doch Tanja ging es schlechter. An diesem Tag hatte sie 4 Essanfälle. Ich habe versucht sie aufzuhalten. 
Vergeblich. Sie hat mich angeschrien, geschubst....
Ich weiß, dass ist nicht sie. Dass das die Krankheit ist.
 Aber es tut so weh nur zu zugucken. Nichts tun können.
Sie kommt total erschöpft aus der Toilette und sie legt sich auf ihr Bett. Ich höre sie wimmern... Ich decke sie zu.
Mache ihr Gesicht sauber, decke sie zu. Ich warte bis sie eingeschlafen ist.
Dann räume ich die Wohnung auf. 10 Tafel Schokolade, 3 Chipstüten, 2 Schachteln Kekse, 11 Snickers, 3 Teller Spaghetti, 4 Cola-Flaschen, 1 Schachtel Cornflakes.....
20 000 Kcal.
Ich kann nicht mehr. Ja, sie wird die Therapie im April anfangen, aber bis dahin zu sehen wie sie sich kaputt macht... Das schaffe ich nicht.
Seitdem ich bei ihr wohne, esse ich nicht mehr. ich habe einfach keinen Hunger mehr.
Dieses regelmäßige Essen, verlangt zu viel Kraft von mir.
 Ich höre sie aufstehen, sie kommt raus und bricht zusammen und flüstert, dass es ihr so leid tut. Dass sie sich dafür hasst. 
Dass sie am liebsten tot sein würde. Dass sie sich umbringen würde. Ich umarme sie... 
Tanja, du musst kämpfen. Das Leben ist zu schön, um in einem Köper gefangen zu sein, der von einer Essstörung beherrscht wird.